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Reisebericht Colca Canyon mit Tanit Trails

01. August, Mittwoch – Arequipa – Colca Canyon

Peruaniusche LasttiereAusgeschlafen und nach einem fürstlichen Frühstück wurden wir um 08:15 von unserem Touristenbus abgeholt. Unser Weg wird uns heute auf 4.950 Meter führen. Als erstes fuhren wir bei ca. 3.000 Meter Höhe an einer Zementfabrik vorbei. Wie immer eine absolute Dreckschleuder, die sich mit dem trockenen Sand des Landes vermischt. Immer wieder an den Straßen richten die Ärmsten der Armen ihr neues zu Hause ein. Mit einfachen Strohbaracken in der Wüstenlandschaft wird das eigene Land abgesteckt. Diese Menschen haben und besitzen nichts. Kein Wasser, kein Strom, eine Lebensweise, die für uns unvorstellbar ist. Aber halten sie lange genug durch und arbeiten fleißig, dann erhalten Sie eventuell einmal Strom und Wasser.

Zona de VicunasUnseren ersten Stop im Aguada Blanca Reserve hielten wir in der Vicunas Zone. Vicunas gehören zu den Kamelen und sind verwandt mit Lamas und Alpacas. Auf 3.900 Meter wächst hier noch das Andengras in der Blanca(helle) Hochebene. Zwischendurch hielt der Bus immer wieder, damit wir Fotos von Lamas, Alpacas und Vögeln machen konnten. Der letzte und zugleich höchste Haltepunkt war der Mirador de los Andes mit einer Höhe von 4.910 Metern. Hier merkte man schon so richtig, wie die Luft knapp wurde.

einheimische HändlerinGegen 15.00 Uhr kamen wir dann endlich im Colca Canyon an. In Chivay, unserem Schlafstandort, hatten wir dann auch unser erstes Höhenopfer. Leider traf es mich… Das Mittagessen und der Rest des Tagesprogrammes fiel für mich leider aus. Der Rest der Gruppe besuchte die heißen Quellen, um ein warmes Bad zu nehmen. Der Tag war für die Reisgruppe dann gegen 20:30 beendet.

Essen: Frühstück und Mittag

Übernachtung: Hotel Casa Andina Classic Colca

02. August, Dienstag – Colca Canyon – Puno

Gruppenfoto mit Adler und LamaFrüh am Morgen um 06:00 startete unser Bus. Morgens um 04:00 dachte ich, dass ich heute nicht in der Lage seien würde, mich noch jemals wieder zu bewegen. Aber Sylvis zärtliche Pflege peppelte mich wieder auf und ich hielt den Tripp ohne weitere Nahrung recht gut durch. Unser Hauptziel war heute der Aussichtspunkt „Cruz del Condor“ oder auch Condor Kreuz genannt. Zwischendurch hielten wir in Vanque, um am Hauptplatz einen Stopp einzulegen.

Das Condor PärchenTanzende Inkas und Fotostationen mit Inkafrauen und ihren Adlern waren hier die Hauptatraktion. Der zweite Stopp erfolgte in Maca, um eine kleine Kirche zu besuchen. Etwa einen Kilometer vor dem Cruz del Condor stiegen wir aus, um zu Fuß am Berghang entlang den Aussichtspunkt zu erreichen. Der kleine Tripp lohnte sich wirklich und von hier aus mein erstes „wau“ an Tanit Trails und Peru. Der Canyon ist hier ca. 3.200 Meter tief sein. Auf der gegenüber liegenden Seite waren einzelne Häuser im Berrgmassiv zu erkennen, die heute noch permanent bewohnt werden. Plötzlich ein erster Ruf „Dort ein Condor!“ ich zuckte zusammen und plötzlich konnte ich diesen beeindruckenden König der Lüfte etwa 500 m unter mir erkennen. Ein wahrhaft majestätischer Vogel mit einer Flügelspanne von ca. 3 m in einer wunderschönen schwarz weiß Färbung. Unser Weg führte uns immer weiter derSchlucht entlang bis wir endlich das Condor Kreuz erblicken konnten. Wir konnten es fast gar nicht fassen, dass etwa 5 Vögel dort ständig ihre Bahnen entlang segelten, obwohl uns dort hunderte von Menschen erwarteten. Der Augenblick des Genusses war leider viel zu kurz, aber ich hoffe, dass wir uns immer an dieses wunderschöne Ereignis erinnern werden.

Tereassenfelder im Colca CanyonAuf der Rückfahrt hatten wir das Glück am Nachmittag auf der Canyon Seite zu sitzen. Fantastisch war der Blick auf die Terassenfelder der Inkas, die dem Bergmassiv den kostbaren Boden abgerungen haben. Tausende von Quadtkilometern groß sind die Felder, die eine Vielzahl von Indianern und Spaniern ernährt haben müssen. Wir können uns nicht vorstellen, diese Felder zu bewirtschaften sind. Hier in steiniger Schräglage kann kein Fahrzeug das Land bearbeiten. Es geht nur mit Tier und Mensch.

Ein Bergsee in den Andem mit einem herrlichen WolkenspielUm 13:15 startete unser Bus nach Puno. Es erwarten uns etwa 6 1/2 Stunden Fahrt. Einmal bezwingen wir wieder die 4.950 Meter sowie eine weitere Hochebene auf etwa 4.500 Metern. Unterwaegs ist es uns möglich, Flamingos zu fotografieren, die hier überwintern. Es deutete es sich schon an, dass Marko und Sylvi mich bei der Höhenkrankheit ein wenig begleiten werden. Am Busbahnhof werden wir von unserer hiesigen Reiseleiterin Miram in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Einchecken und mal wieder sehr früh ins Bett… Vorher brauchte Sylvi in der Hotellobby zum weiteren Überleben ein bisschen Sauerstoff.

Essen: Frühstück, Mittag

Übernachtung: Hotel Casa Andina Classic Tikarani Puno