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ich
bin Stephan Brückner aus Salzwedel.
Ich habe diese Seiten eingerichtet, um Ihnen meine
Heimatstadt und ein
paar Hobbys von mir vorzustellen.
Salzwedel liegt im Norden von Sachsen
Anhalt im
Zentrum des größten Autobahnfreien Raum Deutschlands.
Deshalb sind
wir nicht so leicht mit dem Pkw zu erreichen. Dies ist sehr
schade, da
wir eine wunderschöne Altstadt haben und ein Besuch sich
immer lohnt. Ich
hoffe, die Seiten gefallen Ihnen und Sie erhalten hier
nützliche
Informationen.
Salzwedel ist hauptsächlich für seinen berühmten Salzwedeler Baumkuchen bekannt. Dieser
schmeckt nicht nur einzigartig, er sieht auch toll aus und war auch in
mehreren
Königshäusern sehr beliebt. Der Baumkuchen aus Salzwedel wird heute
noch welt
weit vertrieben. Insgesamt dürfen 4 Baumkuchen Manufakturen den
leckeren
Salzwedeler Baumkuchen herstellen.
Salzwedel – wer denkt da nicht sofort
an den berühmten
Altmarkt mit seiner Fachwerkarchitektur und norddeutschen
Backsteingotik, an
imposante Kirchenensembles und unzählige kleine Geschäfte, Cafés und
Kneipen,
die Einheimische wie Touristen gleichermaßen zum Verweilen einladen?
Über die
Grenzen Deutschlands hinaus ist die mehr als 750-jährige Hansestadt
jedoch für
eine regionale Spezialität bekannt: den über offener Flamme gebackenen
Salzwedeler Baumkuchen.
Dieser ist dort auf geheimnisvollen Wegen heimisch geworden.
Einer Legende nach
entstammt der Baumkuchen der ungarischen Puszta, wo man ihn als
Hochzeitskuchen
reichte. Eine andere Legende verortet seinen Ursprung im
mittelalterlichen
Cottbus, von wo das Rezept durch einen Handwerker auf Wanderschaft nach
Salzwedel gelangte. In der Renaissance galt er als Berliner
Spezialitätengebäck. Dort wiederum verrichtete Ernst August Garves
Dienst als
Küchenmeister unter Friedrich Wilhelm II., der ihm jedoch nicht
behagte. Garves
kehrte Berlin enttäuscht den Rücken und zog nach Salzwedel, wo er schon
sehr
bald sehr erfolgreich den Neustädter Keller bewirtschaftete, der
heutzutage
übrigens das Hotel Schwarzer Adler beherbergt. Der Neustädter Keller
wurde nach
Garves’ Tod von dessen Tochter, Schwiegersohn und Enkelin – der Familie
Lentz –
weiter bewirtschaftet. Es stellte sich heraus, dass die Enkelin Louise
des
Großvaters Gabe zur Kochkunst geerbt hatte, und schon bald
durchforstete sie
sein altes Rezeptbuch, wo sie auch von der Berliner Kunst des
Baumkuchenbackens
las. Sie versuchte sich darin und brachte es recht schnell zur
Meisterschaft.
Im Jahre 1841 dann stattete Preußenkönig Friedrich Wilhelm
IV. der Kreisstadt
einen Besuch ab. Zu seinen Ehren veranstaltete man ein prunkvolles
Essen, bei
welchem auch die Kuchenspezialität gereicht wurde. Dieser mundete dem
König
über alle Maßen, und er erbat sich, den Rest für seine Gemahlin
mitzunehmen. An
Weihnachten sandte Louise Lentz ihren Baumkuchen an der Berliner Hof,
und bald
schon sollten Bestellungen anderer Königshäuser wie etwa auch Wien oder
Petersburg folgen.
Auch der Nachfolger von Louise Lentz, Konditorensohn Andreas
Fritz Schernikow,
konnte mit der Baumkuchenbäckerei vor einem König reüssieren: Im Jahre
1865
besuchte König Wilhelm I das Städtchen. Auch diesem wurde die
Spezialität
aufgetragen – und zwar ein besonders aufwändig verzierter. Der König
brachte es
nicht übers Herz, das Kunstwerk anzuschneiden und überließ dies
Schernikow.
Nach der Kostprobe ernannte er diesen an Ort und Stelle zum
Hoflieferanten. Diese
Tradition konnten auch die Neffen Schernikows, die das Geschäft nach
seinem
Tode übernahmen, fortsetzen. Es war ganz klar, dass man sich in Berlin
seinen
Baumkuchen aus der Altmark kommen ließ. Vergessen der Umstand, dass
dieser
ursprünglich auch dort hergestellt wurde – dem Salzwedeler Baumkuchen
konnte
keiner das Wasser reichen. Berlin war seither für alle möglichen Dinge
berühmt
und berüchtigt – das delikate Gebäck gehörte nicht mehr dazu. In der
Hansestadt
hingegen findet man ihn bis heute: den Original Baumkuchen Salzwedel.
Wenn auch
nicht die ursprüngliche Heimat vom Baumkuchen Salzwedel heißt, so ist
er doch
hier zu Hause. Vier Baumkuchenmanufakturen zeugen noch heute davon: die
Erste
Salzwedeler Baumkuchenmanufaktur in der St-Georg-Straße, die
Salzwedeler
Baumkuchenbetriebe in der Tuchmacherstraße, die Salzwedeler Baumkuchen
GmbH am
Güterbahnhof sowie die Konditorei und Bäckerei Rolf Krüger am
Südbockhorn. |
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